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Fluorid – Wichtig für unsere Zähne oder schädlich für das Gehirn?

Es gibt kaum eine Zahnpasta, die nicht mit Fluorid angereichert wird. Schließlich ist dieses Spurenelement wichtig für die Zahngesundheit. – So sehen es zumindest Zahnärzte, die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) oder die Hersteller von Zahncremes.

Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Kritiker, die eine Anreicherung mit Fluorid als gesundheitsschädlich einstufen. Welche der beiden Parteien hat nun Recht?

Ist Fluorid gut für die Zähne?

Essen wir zuckerreiche Lebensmittel, siedeln sich bestimmte Bakterien im Mundraum an, die sich von dem Zucker ernähren. Während der Verdauung produzieren die Mikroorganismen Säuren. Um diese zu neutralisieren, lösen sich Mineralstoffe wie Kalzium und Phosphor aus dem Zahnschmelz. Die nun fehlenden Mineralien werden durch den Speichel ersetzt: Das darin enthaltene Kalziumphosphat wird in den Zahnschmelz eingebaut und macht ihn wieder fest. Wird zu viel Süßes gegessen und dadurch Säure produziert, dann schafft der Speichel es nicht mehr, den Mineralienverlust auszugleichen – der Zahnschmelz wird porös und Karies entsteht.

Fluorid wirkt auf unterschiedliche Weise gegen die Entstehung von Karies:

  • Fluorid beschleunigt den Einbau von Kalziumphosphat aus dem Speichel in den Zahnschmelz. So bleibt den Bakterien weniger Zeit, den Zahnschmelz zu zerstören.
  • Fluorid wird als Mineralstoff selbst in den Zahnschmelz eingelagert um dort die schädliche Säure zu neutralisieren.
  • Fluorid greift die Bakterien an und stört deren Stoffwechsel, so dass sie weniger Säure produzieren.

Es ist also wissenschaftlich erwiesen, dass Fluorid eine positive Wirkung auf die Zähne hat.

Gefahren von Fluorid

Schäden an Zähnen und Knochen (Fluorose)

Bis zu 1 mg Fluorid pro Tag hat eine positive Wirkung auf die Zahngesundheit. Mit der üblichen Ernährung (Gemüse, Obst, Getreide, Fleisch etc.) nimmt man ca. 0,5 mg Fluorid auf. Eine 100g Tube Zahnpasta enthält ca. 150 mg Fluorid; die tägliche Dosis von ca. 1 Gramm also bereits 1,5 mg. Andere Fluoridquellen wie Grüntee, Schwarztee, Mundspülungen, Zahnseide, fluoridiertes Speisesalz / Trinkwasser oder Fluoridtabletten sollte man dann aber nicht mehr zu sich nehmen.
Denn dann wirkt Fluorid nicht mehr positiv auf die Zähne, sondern negativ: Weiße bis braune Verfärbungen in Form von Flecken oder Streifen bilden sich auf der Zahnoberfläche. Dies sieht nicht nur optisch unschön aus, sondern schadet auch den Zähnen, da der Zahnschmelz dadurch weniger widerstandsfähig wird. Man nennt diesen Effekt auch Fluorose, welche nicht nur die Zähne, sondern auch die Knochen betreffen kann: Das Knochengewebe verhärtet und verdichtet sich, wodurch die Elastizität verloren geht und die Knochen weniger belastbar und brüchiger werden (Osteoporose). Im schlimmsten Fall kann die Fluorose auch die Gelenke und die Wirbelsäule versteifen (Osteosklerose).

Fluorid macht dumm

Dass Aluminium Alzheimer fördern kann, ist mittlerweile einem großen Teil der Bevölkerung bekannt. Doch dass Fluorid diesen Effekt noch verstärken kann, wissen die wenigsten: Fluorid verbindet sich nämlich mit Aluminium und befördert es durch die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn. Dadurch kann noch mehr Aluminium aufgenommen werden und Schaden anrichten.
Eine Meta-Analyse von 27 Einzelstudien, die sich mit dem Zusammenhang von Fluorid und der Intelligenz beschäftigte, stellte fest, dass der IQ (Intelligenz Quotient) von Kindern bei einer erhöhten Fluorid-Zufuhr niedriger ist. Diese Beobachtungen müssen zwar noch in klinischen Studien evaluiert werden, die Hinweise sollten aber dennoch ernst genommen werden.
Schließlich konnte in früheren Studien auch gezeigt werden, dass vermehrt Gehirnschäden bei Säuglingen auftraten, wenn die Mütter während der Schwangerschaft viel Fluorid zu sich genommen hatten.
Das kindliche Gehirn ist noch nicht vollständig entwickelt und daher wesentlich anfälliger für Gifte als das eines Erwachsenen. Die übermäßige Belastung von Fluorid und Aluminium kann bei Neugeborenen und Heranwachsenden daher zu einer dauerhaften Schädigung führen.

Fluorid lässt Dich schlechter schlafen, macht Dich unruhig und verschlechtert Deine Konzentrationsfähigkeit

Grund dafür ist, dass sich Fluorid in der Zirbeldrüse anreichern kann. Die Zirbeldrüse ist unter anderem an der Produktion von Serotonin und Melatonin beteiligt. Wenn sich nun zu viel Fluorid in der Zirbeldrüse befindet, ist die Produktion dieser essentiellen Hormone, die den Schlaf-Wach-Rhythmus, die Stimmung und das Sozialverhalten steuern, gestört. Es konnte gezeigt werden, dass Ratten, die fluoridhaltiges Wasser bekamen, Symptome von ADHS-Patienten aufwiesen.

Vergiftung durch Fluorid

Eine akute Vergiftung ist hingegen eher unwahrscheinlich und auch der Grund, warum Ärzte Fluorid als harmlos einstufen: Erst bei 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht kommt es zu Vergiftungssymptomen wie Erbrechen oder Durchfall bis zum Tod. Ein 60 kg schwerer Mensch müsste dafür 2 Tuben Zahnpasta essen. Wie bereits oben gezeigt, ist eine chronische Belastung deutlich relevanter und wird leider von den Ärzten wenig beachtet.

Fazit und Empfehlung

In kleinen Mengen mag Fluorid vor Karies schützen. Die Dosis, bei der genau der gegenteilige Effekt auftritt, ist allerdings schnell überschritten. Dann kann es zu Schäden an Zähnen, Knochen und Gehirn kommen.
Wir können froh sein, dass hier in Deutschland unser Trinkwasser nicht mit Fluorid angereichert wird und wir es selbst in der Hand haben, wie viel Fluorid wir zu uns nehmen. Ich empfehle Dir, auf fluoridierte Zahnpasta zu verzichten und stattdessen anderweitig etwas für Deine Zahngesundheit zu tun:

  • Gesunde Ernährung mit extra Fokus auf faserreiches Gemüse, das uns nicht nur viele Mineralstoffe liefert, um die Säureproduktion der Kariesbakterien zu neutralisieren, sondern auch zum Kauen anregt und somit die Speichelproduktion fördert. Gleichzeitig liefert Gemüse kaum Zucker.
  • Auf Süßigkeiten, Softdrinks und Fruchtsäfte weitestgehend verzichten und den Konsum von Trockenfrüchten einschränken. Auch mit dem Konsum von frischem Obst solltest Du es nicht übertreiben, da die enthaltenen Säuren den Zahnschmelz angreifen und der Fruchtzucker Futter für Kariesbakterien liefert.
  • Antibakteriell wirkende Lebensmittel wie Kurkuma, Minze, Rosmarin, Nelken, Süßholz, Kokosöl oder Xylit regelmäßig in die Ernährung einbauen
  • Mindestens zwei Mal täglich Zähne putzen mit einer fluoridfreien Zahnpasta-Alternative oder:

 

Zahnpasta selber machen – Rezept

Um deine eigene Zahncreme herzustellen, benötigst du folgende Zutaten:

Gib die genannte Menge des Kokosöls in ein leeres Marmeladenglas und lasse es schmelzen, indem du es in heißes Wasser oder auf eine Heizung stellst.
Mörsere nun das Natron und das Xylit-Pulver in einem kleinen Mixer (hier mein Liebling) ganz fein.
Füge jetzt alle Zutaten zum Kokosöl hinzu und rühre gut um.
Fertig ist dein natürlicher, gesunder Zahnpasta-Ersatz ohne Fluorid!


 

Quellen:

•http://www.netdoktor.de/zahnpflege/fluorid-in-zahnpasta/
•Choi et al. (2012): Developmental Fluoride Neurotoxicity: A Systematic Review and Meta-Analysis: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3491930/
•Leitfaden Ernährungsmedizin (Koula-Jenik, Kraft, Miko, Schulz)

 

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Ich stehe zu 100 % hinter den vorgestellten Produkten.

5 Kommentare zu „Fluorid – Wichtig für unsere Zähne oder schädlich für das Gehirn?

  1. Danke für den Beitrag! Leider steht auf den Zahnpastas oft garnicht drauf wieviel mg Fluor (Sodium Monofluorophosphate – oder gibts noch andere Verbindungen?) drin sind. Was ich mich frage: man spült ja immer mit Wasser nach beim Zähneputzen. Spült man da nicht eh das überschüssige Fluor mit raus? Man schluckt es ja auch nicht, vielleicht genügt das ja?

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    1. Hallo Jo,
      doch; es muss sogar draufstehen: ausgedrückt in ppm; z.B. 1450 ppm Fluorid (Natriummonofluorphosphat). Guck mal genau 😉
      Das meiste Fluorid wird in der Tat ausgespült; einen Teil zu verschlucken lässt sich allerdings leider nicht vermeiden. alleine durch die Mundschleimhaut…
      LG Alina

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      1. Hi! Ui, stimmt, hab ich tatsächlich übersehen, danke dir. Und ppm musste ich jetzt erstmal googeln. Ein Millionstel (1ppm) entspricht einem Miligramm pro kg.
        Auf Mundspülungen steht sogar drauf, man soll NICHT mit Wasser nachspülen. Werde das aber trotzdem machen. Ich benutz eigentlich alles, neben 2x Zähneputzen täglich Mundspülung, Zahnseide und 1x die Woche elmex Gelee, welches einen relativ hohen Fluoridgehalt hat. Vielleicht sollte ich das mal herunterfahren 😦 In der Zahnseide ist aber nichts drin immerhin..

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