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Jod – „Problem“-Spurenelement der Deutschen und Gesundheitsgeheimnis der Asiaten

Das Thema Jod spaltet die Gesellschaft in Befürworter und Kritiker.
Viele sprechen heute von einer Zwangsjodierung. Es gibt kaum mehr verarbeitete Produkte (z.B. Brot, Käse, Chips etc.), die nicht jodiertes Salz enthalten.

Vorkommen von Jod und Situation in Deutschland

Deutschland befindet sich in einer Jodmangelregion:
Unsere Böden und somit auch die darauf wachsenden Pflanzen und die sich von diesen Pflanzen ernährenden Tiere enthalten dieses essentielle Spurenelement nur in geringen Mengen.
Jodmangel war hierzulande daher lange Zeit weit verbreitet. Daher wurde 1989 die Jodsalzverordnung erlassen, welche es erlaubt, künstliches Jod dem herkömmlichen Speisesalz zuzusetzen. Auch das Futter unserer Nutztiere wird heutzutage mit Jod angereichert.
Seitdem kommt eine Unterversorgung mit Jod in Deutschland seltener vor, stellt aber weiterhin einen kritischen Nährstoff dar: Noch immer werden im Durchschnitt nur die Hälfte des täglichen Bedarfs aufgenommen und ca. 30 % der deutschen Bevölkerung leidet an einem leichten bis moderaten Jodmangel.

Viele Gesundheitsbewusste wollen keine künstlichen Zusatzstoffe zu sich nehmen und sprechen sich daher gegen jodiertes Speisesalz aus.
Doch das bloße Weglassen dieser angereicherten Produkte kann mehr schaden als nutzen.

Funktionen von Jod und Folgen eines Jodmangels:

Jod ist vor allem für den Aufbau von Schilddrüsenhormonen unentbehrlich.
Diese wiederum steuern eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen und sind unter anderem für normales Wachstum, Gehirnfunktionen und die Verwertung von Energie notwendig. Wird Jod über längere Zeit in Mengen unterhalb des Bedarfs aufgenommen, produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone, wodurch es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen kommen kann:

  • Geistige und körperliche Entwicklungsstörungen (Säuglinge, Kinder, Jugendliche)
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Müdigkeit, geringere Leistungsfähigkeit
  • Verdauungsprobleme, Übergewicht
  • Im weiteren Verlauf Strumabildung (Kropf): Luftnot, Schluckbeschwerden etc.
  • Langanhaltender Jodmangel: Schilddrüsenunterfunktion

 

Ist es möglich sich durch natürliche Quellen ausreichend mit Jod zu versorgen?

– Ja, allerdings nur mit einer gezielten Lebensmittelauswahl:

Wir benötigen täglich ca. 200 μg Jod. Diese Menge steckt in:

Es kann also so einfach sein, deinen Tagesbedarf zu decken. Und da ich persönlich den herrlich würzigen Geschmack getrockneter Algen liebe, fällt es mir sehr leicht diese in meine tägliche Ernährung zu integrieren:

  • Nori-Algen streue ich mir über meinen Salat
  • Wakame-Algen schneide ich in Streifen und gebe sie in Suppen und Eintöpfe
  • Meeresspaghetti mische ich gerne unter meine Pasta oder Zucchininudeln

Beim Kauf der Algen solltest Du unbedingt auf Bioqualität und die Herkunft (keine Ware aus USA oder China) achten, da dort die Kontrollen auf Schwermetalle, Pestizide usw. deutlich weniger streng sind und Algen diese Umweltgifte gerne anreichern.
Ich kann dir insbesondere folgende Produkte empfehlen. Sie stammen alle aus Spanien, werden von Hand geerntet und schonend unter Rohkostbedingungen ( <42° C) getrocknet:

 

Du erhältst das vorgestellte Meeresgemüse im Onlineshop von Bioesca. Ich habe dieses Unternehmen gebeten etwas Gutes für dich zu tun – Erfolgreich😄:
Mit dem Gutschein-Code Nahrungsdschungel2 erhältst du 5,- € Rabatt auf deine Bestellung ab einem Einkaufswert von 25 €. Das Angebot gilt aber nur bis 29.09.17.
TIPP: Mein Buch „Kampf der Ernährungsformen“ ist auch in diesem Shop erhältlich!

Nutzt Du auch Algen um deinen Jodbedarf zu decken oder hast Du bisher gar nicht auf deine Zufuhr geachtet? Was hältst Du von der Jodierung unseres Salzes?
Schreibt es mir doch gerne in die Kommentare!

Bis Bald,
Deine Alina 😉

Quellen:

12 Kommentare zu „Jod – „Problem“-Spurenelement der Deutschen und Gesundheitsgeheimnis der Asiaten

      1. Nori schmecken in der Tat etwas fischig. Das mag nicht jeder. Ich kann es dir wirklich ans Herz legen auch mal andere auszuprobieren: Dulse schmeckt z.B. mild-würzig, Wakame und Meeresspaghetti herzhaft-salzig. Und so teuer sind die auch nicht: 100g kosten ca. 10 €. Die Packung hält sich ca. 2 Monate. Das macht pro Tag 16 Cent. Das müsste doch drin sein 😉
        Nur auf zugesetztes Jod zu vertrauen halte ich für bedenklich: Du müsstest pro Tag 10g Salz essen um deinen Bedarf zu decken. Diese Menge Salz ist wiederum 1. gesundheitlich bedenklich, 2. kommst du wahrsch. gar nicht auf diese Menge, 3. enthält nicht jedes Produkt mit Salz jodiertes Salz.

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