Gefahren in der Ernährung

Verpackungen – Welchen Schadstoffen werden unsere Lebensmittel ausgesetzt? – Teil 1: Kunststoffe (Plastik)

Immer mehr Menschen in Deutschland wollen dank Filmen wie Plastic Planet auf Materialien aus Kunststoff verzichten.  Selbst die Politik erkennt das Problem und fordert Supermärkte auf, Plastiktüten nur noch gegen Geld an Kunden zu verteilen.

Im Vordergrund steht dabei die Umwelt: Weltweit werden jährlich 200 Millionen Kunststoffe produziert, welche biologisch nicht abbaubar sind. Ein Großteil davon landet in unseren Gewässern. Tiere verwechseln den Plastikmüll mit Nahrung und „verhungern“ daran. Wenn du Fisch isst, kannst du also damit rechnen auch Plastikteilchen mit zu essen!

Wie gefährlich ist Plastik für unsere Gesundheit?

Wie schädlich Plastik wirklich ist, hängt mit der jeweiligen Kunststoff-Art zusammen. Besonders solche die Weichmacher oder Bisphenol A (BPA) enthalten können uns krank machen. Diese greifen bereits in kleinen Mengen in unseren Hormonhaushalt ein und werden mit Herz-Kreislauferkrankungen in Zusammenhang gebracht.
Ich gehe in Folgendem nur auf die Kunststoffe ein, die besonders oft in der Lebensmittelindustrie verwendet werden:

01
Polyethylen-terephthalat (PET)

Zu finden in: Ein- und Mehrwegflaschen, Umverpackungen von fast allen Lebensmitteln
Keine
Weichmacher oder BPA
ABER: in Plastikflaschen krebserregende Stoffe, wie Antimon, Acetaldehyd und Dimethyldicarbonat (DMDC)
Bewertung: Außer Plastikflaschen okay


03
Polyvinylchlorid (PVC)

Zu finden in: Folien für Lebensmittel aus der Frischetheke (z. B. Käse, Wurst), Dichtungen von Schraubgläsern, Kunststoffschläuche in der Lebensmittelindustrie

enthält Weichmacher (Phtalate)!!!

Freisetzung: Besonders ölhaltige Speisen nehmen die Weichmacher auf.
Achte also bei Speiseölen, Pestos, Käse, Wurst und Co. besonders auf die Qualität!

Bewertung: gefährlich


04
Weich-Polyethylen (PE-LD)

Zu finden in: Frischhaltefolien, Plastiktüten, Gefrierbeutel, Plastiktuben
keine Weichmacher oder BPA
Bewertung: okay


05
Polypropylen (PP)

Zu finden in: Frischhalteboxen
Keine Weichmacher oder BPA
Bewertung: okay


06
Polystyrol (PS)

Zu finden in: Einwegbecher, Einmalbesteck, Styroporschalen (z. B. für Sprossen oder zur Mitnahme von Speisen in Restaurants)
Keine Weichmacher oder BPA
ABER: durch Hitze wird das krebserregende Styrol freigesetzt
Bewertung: gefährlich


07
Others

„Others“ enthalten meist BPA: in Beschichtungen für Konservendosen und Getränkebehältern, in manchen Gefrierdosen
Bewertung: sehr gefährlich

Sind „Biokunststoffe“ eine gute Alternative?

Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, Weizen oder Zuckerrohr haben ein umweltfreundliches Image. Dass sie biologisch abbaubar sind, wie die meisten glauben, stimmt aber nur teilweise, denn wertvoller Humus wird aus Bioplastik nicht. Zudem werden für die Herstellung viele Pflanzen benötigt, die uns (und Hungernden in Entwicklungsländern) eigentlich als Nahrung dienen könnten. Beim Anbau wird mit Pestiziden nicht gespart und oft werden bedenkliche Zusatzstoffe beigemischt, die alles andere als gesundheitsfördernd sind.

 

Meine Empfehlungen:*

1. Loses Obst und Gemüse (ggf. Käse, Fleisch etc.) kaufen und in eigene Dosen füllen:

2. Wasser selbst filtern statt Plastikflaschen: Kanne Kini

3. Bei Schraubgläsern auf Metallverschluss oder Blueseal-Deckel achten (diese enthalten keine Weichmacher):


4. Bei länger haltbaren Waren (z. B. trockene Samen etc.) Großpackungen kaufen

5. In Wasser sinkt PVC-Folie , im Gegensatz zu anderen Kunststoffen, zu Boden (so kannst du sie entlarven)

6. Spruch, mit dem du dir die besonders giftigen Kunststoffe merken kannst:
⇒ „1, 4, 5 und 2 – beim Rest ist Gift dabei!“

 

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Alles Liebe,

Deine Alina

 

Quellen:

https://www.verbraucherzentrale.de

http://www.naturefund.de/en.html

 

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