Ernährungsschwierigkeiten · Mythos oder Wahrheit

Können Lebensmittel-Inhaltsstoffe süchtig machen?

Nahrung als SuchtKennst du das? Du greifst zur Chipstüte und plötzlich ist sie leer. Du nimmst dir vor nur ein oder zwei Kekse zu essen, aber bei acht hast du aufgehört zu zählen. Die Ernährungsumstellung auf vegan fällt dir ziemlich leicht; wäre da nicht der Käse auf
der Pizza, dem du einfach nicht widerstehen kannst.

Manche sehen die Ursache dieses „Überfressens“ in Stress (Frustessen), in der Ablenkung vor dem Fernseher oder weil deine Freunde um dich herum auch beherzt zugreifen.

Diese Faktoren spielen gewiss eine Rolle, aber nun gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse, warum gerade bestimmte Lebensmittel uns immer wieder verführen:

Schon mal von sogenannten Exorphinen gehört? Nein? Dann dürften dich diese Fakten verblüffen:

Exorphine sind kurze Aminosäureketten (Peptide), die bei der Verdauung von bestimmten Proteinen entstehen. Die Aufspaltung erledigen unsere Verdauungsenzyme, aber auch andere Denaturierungsprozesse, wie Kochen oder Fermentieren erleichtern diesen Vorgang und damit die Verfügbarkeit der Exorphine.

Vielleicht ist die der Begriff „Endorphine“ geläufig, man spricht auch von „Glückshormonen“. Diese werden  im Körper selbst hergestellt („endogen“)  und immer dann ausgeschüttet, wenn wir verliebt sind oder beim Sport an unsere Grenzen gehen. Außerdem haben sie eine ähnliche Wirkung wie Morphium: sie versetzen uns in einen „High“-Zustand und wirken schmerzstillend.

Exorphine werden dagegen von außen („exogen“) zugeführt und wirken ebenfalls wie Opioide. In diesem Fall kann unser Körper die Zufuhr nicht selbst bestimmen. Wegen der positiven Auswirkungen auf das Gemüt, freut sich unser Organismus natürlich auf zusätzliche Morphine. Wir wollen also Nahrungsmittel essen, die diese Stoffe besonders reichlich enthalten.

Folgende Lebensmittel enthalten besonders viele Morphine:

  • Milch

Da Milch für den Säugling essentiell ist, sorgen sogenannte Casomorphine dafür, dass der Nachwuchs diese besonders gerne trinkt. Sie beruhigen das Baby und festigen die Mutter-Kind-Beziehung. Doch aus diesem Alter sind wir mittlerweile raus…

  • Weizen

Aus meinem Artikel über Gluten dürfte dir bekannt sein, dass Weizen aus Glutenin und Gliadin besteht. Besonders letztere haben eine berauschende Wirkung und werden daher auch als Gliadorphine bezeichnet.

  • Soja

Die Sojamorphine in Tofu und Co. erklären, warum Veganer so gerne zu diesem Fleischersatz greifen.

  • Kakao und Kaffee

Wen wunderts; auch in Schokolade und deiner geliebten Tasse Kaffee stecken Exorphine. Endlich eine Erklärung warum es uns so schwer fällt, diese Lebensmittel aus unserem Speiseplan zu verbannen…

Soll ich auf exorphine Lebensmittel verzichten?

Ich rate dir ja. Ein teilweiser Verzicht gestaltet sich aufgrund der süchtig-machenden Wirkung nämlich schwer. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass Exorphine neurologische Krankheiten, wie Schizophrenie oder Autismus fördern. Wenn du sehr diszipliniert bist und deine Ernährung nicht täglich aus Käsebrot und Kaffee mit Sojamilch besteht, machen dich Exorphine aber auch nicht krank. Sie haben nämlich auch positive Wirkungen, wie z. B. Schutz vor Fettoxidation oder ein verbessertes Immunsystem.

Alternativen

Es macht Sinn nach Alternativen zu suchen, da Weizen, Soja und Milch in beinahe jedem (industriellem) Lebensmittel stecken. Deshalb meine Vorschläge*:

  • Kakao (Schokolade): Carob

Mich würde interessieren, ob auch du bei dem Konsum mancher Lebensmittel merkst, dass du einfach nicht mehr aufhören kannst diese zu essen. Berichte es mir doch gerne in den Kommentaren oder auf Facebook!

Quellen:

 

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