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Vegane Proteinpulver im Test

Mit diesem Artikel möchte ich dir nicht „nur“ drei vegane Proteinpulver vorstellen, sondern auch eine ganz neue Firma, die diese unter anderem entwickelt hat:

Das Unternehmen nennt sich joy.foods und vertreibt neben diversen veganen Proteinpulvern auch „Superfoods“ wie Acai-Pulver oder Gerstengras und vielem mehr. Und das alles, wie ich finde in einem äußerst innovativem und modernen Design. Es wird zudem auf besonders hochwertige Rohstoffe geachtet. (Bio-Qualität, schonende Verarbeitung, mehrfach Kontrollen etc.)

Warum sollte ich (als Veganer) Protein-Pulver verwenden?

Ich persönlich sehe dabei mehrere Gründe die dafür sprechen:

Verträglichkeit

Besonders Hülsenfrüchte liefern viel pflanzliches Eiweiß. Da aber nicht jeder größere Mengen Bohnen, Erbsen oder Linsen verträgt oder essen will, bieten Proteinpulver eine gute Alternative: Sie haben einen noch höheren Eiweiß-Gehalt und enthalten kaum schwer verdaubare Bestandteile.

Diät

Will man ein Kaloriendefizit erzielen, ist man auf größere Mengen Proteine, Vitamine und Mineralstoffe pro gegessener Energiemenge angewiesen. Proteinpulver ermöglichen diese Nährstoffe in konzentrierter Form zu sich zu nehmen und sind dabei relativ kalorienarm.

Praktikabilität

Proteinpulver sind bereits (fast) verzehrsfähig. Es reicht eigentlich schon etwas Wasser hinzu zu gießen. (Natürlich gibt es auch leckerere Verwendungsmöglichkeiten.) Sie müssen nicht wie andere Lebensmittel lange gekocht und zubereitet werden und sind damit jederzeit griffbereit.

 

Worauf lege ich bei veganen Proteinpulvern besonders wert?

Es sollte sich um möglichst natürliche Produkte handeln. Also z. B. kein isoliertes Sojakonzentrat mit vielen Zusatzstoffen und Süßungsmitteln. Am liebsten verwende ich Proteinpulver auf Nuss/Samen-Basis. Für diese wird lediglich ein Teil des Fettes entfernt (welches später für Speiseöle verwendet wird) und der Trester anschließend fein gesiebt. Übrig bleibt ein hochwertiges Nuss/Samen-Konzentrat, welches besonders reich an Protein (bis zu 60%), Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen ist.

Aber nun zu den Produkten:

Mandelprotein

Das Mandelprotein hat ein angenehmes, leicht nussig und süßliches Aroma. Es hat einen Proteingehalt von 50 g und liefert zudem sehr viel Calcium: 600 mg sind es pro 100 g! Zum Vergleich: „Normale“ Mandeln bieten lediglich rund 20 g Proteine und 200 mg Calcium. Zu wenig Calcium stellt bei veganer Ernährung oft ein Problem dar, sodass das Mandelprotein doch gerade recht kommt 😉

Ich habe mir aus diesem Produkt, wie auf der Packung beschrieben, eine Mandelmilch hergestellt:

Dazu gab ich auf 30 g Mandelprotein 150 ml Wasser und mixte das Ganze in einem kleinen Personal Blender.
Das Ergebnis: Es war zwar nicht vergleichbar mit einer gekauften Mandelmilch aus dem Handel, da sie wesentlich dickflüssiger und leicht sandig war, der Geschmack aber überzeugte! Ich empfehle dir diese Mandelmilch im Müsli oder ähnlichem zu verwenden. Dann stört auch die vielleicht ungewohnte Konsistenz nicht.

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Sesamprotein

Das Sesamprotein schmeckt fein nussig, aber auch leicht bitter (ist ja bei den ganzen Samen auch so). Neben 55 g Protein pro 100 g ist es auch sehr reich an B-Vitaminen, Eisen, Mangan und Magnesium. Besonders Eisen kann ja bei einer pflanzlichen Ernährung schnell knapp werden. Sesamprotein kann uns schnell helfen auf unseren Bedarf von ca. 10-15 mg zu kommen, da es starke 19 mg/100 g mit sich bringt! Zudem decken bereits 30 g Sesamprotein unseren kompletten Tagesbedarfs an Magnesium! Gerade Sportlern können eine extra Portion dieses Mineralstoffs gut gebrauchen, da er u. a. essentiell für unsere Muskeln, Knochen und Nerven ist.

Aus dem Sesamprotein habe ich mir einen Dip/Brotaufstrich zubereitet:

Dazu mischte ich 30 g des Proteinpulvers mit 60 g Lupinenmehl und Gewürzen wie Kräutern, Curry und Kümmel mit 150 ml Wasser.

Das Ergebnis: Es ist zwar ein sehr einfaches Rezept (was natürlich noch ausgebaut werden könnte), aber dennoch war ich zufrieden mit dem Geschmack. Was mich etwas störte war die leicht sandige Konsistenz des Sesamproteins.

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Walnussprotein

Das Walnussprotein schmeckt etwas nussig, aber vor allem bitter. (Mag wohl am hohen Gehalt sekundärer Pflanzenstoffe liegen…) Trotzdem punktet es durch seine Inhaltsstoffe: Es besteht aus 45 % Protein und liefert zusätzlich viel Magnesium, Selen und Zink. Die beiden letzteren haben übrigens ein enorm hohes antioxidatives Potential und können uns dadurch vor vielen schädlichen Umwelteinflüssen schützen.

Um den bitteren Geschmack etwas zu kaschieren, bereitete ich mir aus dem Walnussprotein vegane Bratlinge zu:

Dazu mischte ich einfach 100 g Haferflocken, 20 g Lupinenmehl, 30 g Walnussprotein, 250 ml Wasser und reichlich Gewürze (Salz, Kräuter, Paprika scharf, Suppengewürz, Kreuzkümmel und Hefeflocken) miteinander. Dann formte ich 5 dünne Bratlinge und gab sie auf ein Backblech. Nach 45 Minuten bei 150°C im Ofen waren sie dann fertig.

Das Ergebnis: Die Bratlinge waren echt sehr lecker! Würzig, herzhaft, leicht nussig, außen knusprig, innen saftig! Das werde ich mir in Zukunft öfter machen!

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3 Kommentare zu „Vegane Proteinpulver im Test

  1. Also irgendwie meide ich jegliche Protein-Pulver noch, da ich mir immer einrede, dass ich mit „normalen“ Lebensmitteln auch günstiger alles nötige aufnehmen kann. Aber dass die Mineralien in Nussprotein so stark vertreten sind, war mir noch gar nicht bewusst. Da ist die Investition vielleicht doch eine Überlegung wert,… wo mein Arzt doch einen Eisenmangel vermutet, von dem ich bisher noch nichts merke.

    Schön, dass du die Produkte nicht nur vorgestellt hast, sondern gleich Rezepte dazu lieferst! Deine Bratlinge erinnern mich an die meiner Mutter – allerdings sind da Ei, Käse und normale Walnüsse drin, da wir ja keine Veganer sind. Himmlisch schmeckt das dann nämlich auch…

    Liebe Grüße

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