sekundäre Pflanzenstoffe

Phytoöstrogene

Sie sind mit unseren körpereigenen Östrogenen verwandt, haben aber eine deutlich geringere biologische Wirkung. Sie können sowohl für einen Anstieg des Östrogens sorgen, als auch für einen Abfall; je nachdem ob unser Organismus mehr oder weniger von diesem Hormons aufweist. Dieser Mechanismus wird dafür verantwortlich gemacht, dass asiatische Frauen weniger häufig an Brustkrebs leiden (Senkung des Östrogenspiegels) und Frauen in der Menopause weniger Wechseljahrsbeschwerden haben (Erhöhung des Östrogenspiegels). Zudem schützen Phytoöstrogene unsere Zellen als Antioxidanzien vor freien Radikalen.

Phytoöstrogene lassen sich in folgende zwei Gruppen unterteilen:

1.Lignane

Im Pflanzenreich sind sie weit verbreitet, kommen allerdings in besonders hohen Mengen nur in Leinsamen vor (370 mg/100 g). Weitere Quellen sind andere Nüsse und Ölsaaten, Getreide und Gemüse.

2. Isoflavonoide

Diese sekundären Pflanzenstoffe sind hingegen nur sehr selten vertreten. Sie finden sich fast ausschließlich in tropischen Hülsenfrüchten wie der Sojabohne. Die folgende Tabelle zeigt euch den Gehalt einiger Sojaprodukte:

Lebensmittel Isaflavonoidgehalt (mg/kg)
Sojabohnen (trocken) 1280
Misopaste 640
Tempeh 510
Tofu 240
Sojawürstchen 190
Sojamilch 45

 

Miso- fermentierte Sojapaste zum Würzen
Tempeh – fermentierter „Fleischersatz“ aus 100% Sojabohnen

 

 

 

 

Gibt es auch negative Seiten von Phytoöstrogenen?

Es muss unterschieden werden, ob wir die Phytoöstrogene in natürlicher Form über die Nahrung oder in isolierter und angereicherter Form über Nahrungsergänzungsmittel zu uns nehmen. So werden immer häufiger isolierte Isoflavone als Alternative zur ärztlich verordneten Hormontherapie gegen Wechseljahresbeschwerden angeboten. Die Präparate werden als wirkungsvolle und nebenwirkungsfreie Naturprodukte beworben. In toxikologischen Untersuchungen des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) konnte allerdings gezeigt werden, dass diese Nahrungsergänzungsmittel die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen und das Brustdrüsengewebe verändern können. Dies kann wiederum die Entstehung von Brustkrebs fördern.

Für das Magazin „deutschlandistvegan“ habe ich übrigens der Sojabohne einen eigenen Artikel gewidmet: Soja- Wie gesund ist die Bohne wirklich? – Falls du neugierig bist kannst du ihn dir gerne ansehen 😉
Auch Teilen und Liken ist erwünscht 🙂

LG,
Alina

 

Quellen:

 

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2 Kommentare zu „Phytoöstrogene

  1. Hallo Alina,

    du schreibst: „[Phytoöstrogene] können sowohl für einen Anstieg des Östrogens sorgen, als auch für einen Abfall“. Das ist eine interessante Behauptung, für die ich bislang keine Belege gefunden habe! Meines Wissens nach besitzen Phytoöstrogene vor allem rezeptormodulatorische Wirkungen. Dass sie die Hormonproduktion als solche beeinflussen, wäre ja nochmal ein ganz anderer Ansatz. Hast du dazu vielleicht Studien vorliegen? Würde mich sehr interessieren, danke! 🙂

    Liebe Grüße
    Linda von alimonia.net

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