Rohkost · sekundäre Pflanzenstoffe

Meine 6 Gründe für Rohkost

Auch wenn ich nicht zu 100% von Rohkost lebe, habe ich dennoch einen sehr hohen Anteil in meiner Ernährung. Warum ich das mache erfährst du in diesem Artikel:

1.Geschmack

Ich weiß, viele werden jetzt vielleicht sagen, wieso Geschmack? So ne Gemüsepfanne oder Backkartoffel schmeckt doch viel besser. Bei manchen Speisen mag ich dir Recht geben: Ich finde all die Lebensmittel schmecken gekocht besser, die im rohen Zustand und ungewürzt kaum (neutral) schmecken. Dazu zähle ich z. B. Zucchini, Pilze, Kartoffeln, Kichererbsen.

Doch hast du schon mal die Geschmackseinbußen erlebt, die entstehen wenn du aromatisches Gemüse und Obst garst? Also ich beiße tausend mal lieber in ne rohe, knackige Möhre, Petersilienwurzel, Kohlrabi, Fenchel, Paprika, Apfel, Nektarine etc. als diese in Form von totgekochten Eintöpfen oder Kompott zu mir zu nehmen. Du kannst es ja gern mal ausprobieren: Beiße roh in ein aromatisches Gemüse deiner Wahl und dann gare es (auch wenn nur kurz). Was stellst du fest? Auf einmal fehlt Würze? Also ich bevorzuge dann eher die unbearbeitete Variante! 😉

2. Gelüste/ zelluläre Sättigung

Kennst du das: Eigentlich hast du reichlich gegessen und fühlst dich nach einer Mahlzeit gut gesättigt. Und trotzdem bekommst du Gelüste (meist nach etwas Süßem wie Schokolade oder Eis). Also mir geht es häufig so, wenn ich Gekochtes gegessen habe.

Nach einer Rohkost-Mahlzeit ist mir dieses Verlangen allerdings gänzlich unbekannt. Ich bin einfach zufrieden; ich nenne es auch zellulär gesättigt. Auch wenn es für mich nicht „so schlimm“ wäre noch etwas mehr zu naschen, kann es besonders für Menschen, die mit Übergewicht kämpfen ein äußerst relevanter Aspekt sein. Ich rate daher allen mit Gewichtsproblemen möglichst viel Rohkost zu integrieren und zu beobachten, ob sie dadurch auch diese zelluläre Sättigung  erlangen und sie plötzliche Heißhunger- Attacken vermeiden können.

2. Maillard-Reaktion

Bei der Maillard-Reaktion handelt es sich um eine nicht-enzymatische Bräunungsreaktion, die zustande kommt wenn bestimmte Aminosäuren mit Kohlenhydaten unter Wärmeeinwirkung reagieren und dadurch neue Verbindungen entstehen. Diese neuen Verbindungen sind u. a. verantwortlich für die Braunfärbung (z. B. Brot) und das typische, geschmacksintensive Aroma von Gebratenem, Gebackenem und Geröstetem. (z.B. Brot, Pommes, Kekse, gebratenes Steak etc.)

Viele dieser Maillard-Produkte (z. B. Acrylamid) sind allerdings äußerst schädlich: Sie wirken krebserregend, erbgutverändernd und können die enthaltenen Proteine so sehr stören, dass sie ihre Funktionsfähigkeit in unserem Körper nicht mehr ausführen können.

3. AGEs (Advanced Glycation Endproducts)

AGEs sind verantwortlich für den Alterungsprozess und  entstehen auf 2 Wege: Zum einen produzieren unsere Zellen diese selbst, zum anderen nehmen wir sie durch Nahrung und Rauchen auf. Je höher die Zubereitungstemperatur und die Dauer der Hitzeeinwirkung ist, desto mehr AGEs entstehen.

Eine Ernährung die viele AGEs enthält fördert den Alterungsprozess (daher sehen viele Rohköstler wahrscheinlich so jung aus) und erhöht das Risiko für Diabetes, Alzheimer und Artherosklerose.

4. Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffen (PAK)

PAK entstehen bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material. Bei der Zubereitung von Lebensmitteln wie Grillen, Rösten, Braten, Backen und Räuchern (z.B. Räuchertofu) entwickeln sich diese krebserregenden Stoffe.
Also noch ein Punkt mehr, wie ich mich besser vor Krebs schützen kann!

5. Nährstoff-Verluste

Erhitzen zerstört mehr oder weniger viele Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe.
So gehen durch den Garprozess (besonders Kochen, Braten, Backen) 10-100 % der wasserlöslichen Vitamine verloren. Besonders anfällig sind z. B. Vitamin C, Vitamin B1 und Folsäure.
Zudem sind  die meisten wertvollen sekundären Pflanzenstoffe sehr empfindlich gegenüber Hitze. Und dabei haben gerade Glucosinolate (z. B. in Kohlgemüse) oder Monoterpene (z.B. in Zitrusfrüchten) antioxidative, antikanzerogene und antimikrobielle Eigenschaften, von denen wir nur in rohen Lebensmitteln profitieren können.

6. Fett-Oxidation

V. a. beim Erhitzen von Ölen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren können die empfindlichen Fettsäuren oxidieren, was viele gesundheitliche Probleme mit sich bringt. Es entstehen Transfettsäuren, welche das Risiko für koronare Herzkrankheiten signifikant erhöht. Zudem können die essentiellen Fettsäuren (α-Linolensäure und Linolsäure) ihre biologischen Funktionen nicht mehr erfüllen.

 

Ich weiß, dass viele Rohköstler noch viele weitere Gründe für die Rohkost nennen, aber das sind meine Hauptgründe. Schreib mir gern welche Erfahrungen du mit Rohkost hast. Was treibt dich zu mehr Rohkost?

Liebe Grüße,

Eure Alina 😉

 

 

Quellen:

7 Kommentare zu „Meine 6 Gründe für Rohkost

  1. Es gibt auch viele Gründe nicht roh zu essen, siehe Dr. Weidingers Buch „Heilung der Mitte“… Wenn unsere „Mitte“ schon schwach ist und wenig Energie hat belastet Rohes. Unsere „Mitte“ mag es nämlich gerne warm.

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      1. Und genau das gefällt mir so an deinen Artikeln. Dad Du nämlich alles immer von zwei Seiten siehst.
        Ich hinterfrage auch sehr gern. Auch meine eigene Ernährungform.
        Mach weiter so.

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