Gut oder schlecht?

Smoothies – Pro & Contra

Sie sind momentan das Trendgetränk schlecht hin; sie haben den Apfel quasi als Symbol für gesunde Ernährung abgelöst. Die Rede ist von Smoothies.
Es gibt sie in zahlreichen Varianten: Vom Obstsmoothie, über grüne Smoothies mit viel Blattgrün bis zum sogenannten „Lubrikator„, welcher vorwiegend aus Fetten besteht.
Für jeden Gaumen oder jede Ernährungsweise scheint das richtige dabei zu sein. Sogar in die Supermarktregale hat es der Smoothie schon geschafft.

Ich möchte diesem neuen Hype daher mal kritisch beleuchten:

Pro:

1. Zufuhr vieler essentieller Nährstoffe

Smoothies mit Obst liefern uns viele Vitamine (v.a. Vitamin C und Carotinoide), Kalium, sowie sekundäre Pflanzenstoffe.
Packt man (grünes) Gemüse auch mit in den Mixer kommen Mineralstoffe (z. B. Eisen, Magnesium und Calcium) sowie B-Vitamine hinzu.
Der Lubrikator versorgt uns, je nach Lebensmittelquelle (Nüsse, Samen, Eier etc.) mit essentiellen Fettsäuren und B-Vitaminen.

 2. Ersatz „ungesunder“ Lebensmittel

Wenn der Smoothie gegen das Nutella-Brötchen zum Frühstück oder die Sahnetorte am Nachmittag ersetzt wird kann man durchaus gesundheitlich davon profitieren; sei es durch weniger Kilokalorien, dem mehr an Vitalstoffen oder dem Weglassen gesundheitlich bedenklicher Inhaltsstoffe wie Haushaltszucker oder Weißmehl.

3. Geschmack

Wenn bestimmte Lebensmittel miteinander kombiniert werden schmecken sie einfach besonders gut. So harmonieren meiner Meinung nach cremig-süße Bananen mit fruchtig-säuerlichen Beeren optimal und werden zu einem neuen Geschmackserlebnis!
Manche Menschen würden auch gar kein Obst und Gemüse essen, weil es ihnen nicht schmeckt. Mit Smoothies kann man sie hingegen überzeugen.

 

Contra

1. Schlechte Verdauung

Viele Menschen tendieren dazu den Smoothie einfach wie ein Getränk hinunter zu spülen.
Doch die Verdauung beginnt im Mund: So wird die Stärke durch das Enzym α-Amylase im Mundraum durch den Speichelfluss beim Kauen in kleinere Kohlenhydrat-Strukturen aufgebrochen. Fehlt dieser Schritt (durch bloßes Hinunterschlingen), wird unsere Bauchspeicheldrüse enorm belastet, da sie nun mehr Verdauungsenzyme produzieren muss. Auf Dauer funktioniert diese Enzymproduktion im Dünndarm nicht mehr und die Kohlenhydrate gelangen unzerkleinert in den Dickdarm. Es kommt zur Gärung, was zu Verdauungsproblemen, wie Blähungen oder Bauchschmerzen führt.
Wenn wir also Smoothies konsumieren wollen, sollten wir sie gründlich einspeicheln und nur schluckweise trinken.

2. Überlastung mit bestimmten Lebensmitteln

Man will sich ja mit den Smoothies etwas Gutes tun und besonders „gesunde“ Lebensmittel hineingeben, die einem als bl0ße Lebensmittel nicht schmecken und schon gar nicht in größeren Mengen. So werden beispielsweise grüne Blätter mit süßen Datteln gemixt, um den bitter-herben Geschmack zu verbergen. Viele grüne Blattgemüse enthalten allerdings auch mehr oder weniger ungünstige Inhaltsstoffe, wie Oxalsäure oder bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe, die v.a. im Übermaß dem Körper schaden können.
Ich empfehle daher immer nur so viel eines Lebensmittels in deinen Mixer zu packen, wie du von diesem auch für sich alleine essen könntest.

3. Insulin und Cholesterin-Probleme

Ich habe bereits Leute kennengelernt, die durch einen häufigen Konsum von puren Obstsmoothies  nach einiger Zeit Probleme mit ihren Insulin-und Cholesterinspiegel bekommen haben. Eine hohe Glucosezufuhr lässt den Insulinspiegel sehr rasch ansteigen und wieder abfallen, was zu Insulinresistenz und Diabetes führen kann. Eine vermehrte Fructosezufuhr belastet enorm die Leber, da dieser Zucker erst dort verstoffwechselt werden muss, bevor er zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Dies kann zu Leberverfettungen, erhöhten Cholesterin-und Harnsäurewerten führen.
Daher mein Tipp: Pure Obstsmoothies eher selten und in geringen Mengen „essen“ oder etwas Blattgrün hinzufügen um den hohen Zuckergehalt wieder auszugleichen.

Fazit:

Wohl dosiert können Smoothies einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit haben, indem sie uns mit vielen wichtigen Nährstoffen versorgen. Zu viel von dieser flüssigen Nahrung kann sich aber auch nachteilig auswirken. Es gilt wie bei so vielem im Leben das goldene Mittelmaß zu finden!

Was denkt ihr über Smoothies? Konsumiert ihr sie regelmäßig und wenn ja was sind eure Lieblingssmoothies? Schreibt es gerne in die Kommentare!

Bis bald,

Eure Alina 😉

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